Tuesday, October 24, 2017
 

Jahresrückblick 2014

Lange haben wir nichts von uns hören lassen, irgendwie waren wir letztes Jahr zu balla zum Schreiben vor lauter Laufen. Das hat uns selber sehr geärgert und soll irgendwann wieder besser werden!

Damit es dennoch nicht völlig in der Versenkung verschwindet, hier ein kleiner Überblick über unsere Balla-Aktivitäten vor unserer Schreibpause…

l-urbanNach dem Spartan in München, den wir nur zu zweit absolviert hatten, ging es am 12. Juli mal wieder in voller Balla-Teamstärke zum Urbanian Run in Nürnberg. Mit 10km in 2 Runden (man hätte auch nur eine laufen können) ein eher kurzer Lauf, da mussten wir natürlich Outfitmässig kompensieren und liefen in voller Feuerwehruniform mit Überhose, Überjacke und Helm auf. Da hätten die zu übersteigenden Autos auch brennen dürfen! In der zweiten Runde setzte uns der sonnige Tag dann durchaus einigermassen zu, und auf der Zielgraden mussten wir dann deutlich Tempo rausnehmen, bis wir wieder zu dritt zusammen waren. Aber der Teamgeist ging vor, so dass wir erst vollständig gemeinsam die Ziellinie überschritten, dannach war erstmal hinsetzen angesagt und bei Big Balla kam es sogar zu einem kleinen Blackout – die Balla-Grenze war erreicht. Ich bin nicht sicher, ob die zu Hilfe eilenden Sanitäter Bewunderung oder blankes Entsetzen für unsere Outfits übrig hatten, aber das nächste Mal sollten wir den Wetterbericht wohl vor der Kleiderauswahl lesen…

l-spartAls nächstes habe ich Ende Juli dann völlig untypisch alleine in Kanada die “Spartan Trifecta” vervollständigt, und an einem Wochenende den “Super” (12km, 900 Höhenmeter) und “Beast” (18km, 1200 Höhenmeter) gefinished. Definitiv völlig balla-balla. Ich hatte eigentlich erwartet, dass das durchaus einige an so einem Wochenende machen, aber als ich das bei der Startunterlagen Abholung erwähnte, wurde ich angeschaut wie ein Auto. Nach dem ersten Tag wusste ich dann auch warum: der an einem Skihang stattfindende Lauf war mit der Strecke in München nicht im entferntesten vergleichbar, es war mehr Hindernisbergsteigen als ein Hindernisrennen. Am Sonntag war dann definitiv die Luft raus, grob die Hälfte der “Aufgaben”-Hindernisse (Hangeln, Speerwerfen etc.) habe ich nicht mehr geschafft, Spartan-Typisch entsprechend viele Burpes gemacht. Irgendwann nach grob 7 Stunden war dann das Ziel erreicht: Trifecta! Aber ein Spasslauf war das nicht mehr. Immerhin: der letzte kam nach ca. 12 Stunden ins Ziel, ich musste also keine Angst haben, dass sie mir unter den Füssen die Strecke abbauen.

l-ratsZu zweit mit Balla Doc ging es dann im August zum Weissenburger Lauf der Rats-Runners Serie. Wieder als zwei Runden ausgelegt (irgendwann müssen wir uns abgewöhnen, grundsätzlich die längste angebotene Distanz zu laufen, glaube ich) ein schöner Parcours über einen Berg und dann durch die Innenstadt. Dort gab es die aufwändigsten Hinderniss und meisten Zuschauer, eine gute Kombination, auch wenn in Runde zwei das Lächeln für die Kameras nicht mehr ganz so leicht fiel. Outfitmässig hatten wir aus Nürnberg gelernt und zur leichten Gefängniskluft gegriffen, die entsprechend mit schweren Ketten ergänzt, eine gute Motivation für schnelles Vorankommen lieferte. Immerhin, die Polizei hat uns nicht erwischt und am Ende gab es sogar noch einen kleinen Pokal als Kostümpreis, was will man mehr? Gut, einen besseren Platz in der Wertung vielleicht, es waren dann doch deutlich mehr vor als nach uns – ein typisches Problem wenn ein und zwei Runden angeboten werden: Leute unseres Leistungsniveaus, die aber nicht total balla-balla sind, sind dann eben vernünftig und laufen nur eine Runde. Psychisch aufbauend: unsere Zeit der ersten Runde hätte in der Einzelrundenwertung für Platz 25 von 150 gereicht, und die haben dann keine zweite mehr drangehängt. Man muss sich ein Ergebnis nur schönreden können… Etwas verwirrend bei den Rats Runner ist die Klasseneinteilung (über 40, unter 40, Teams, Unter 18, Männer, Frauen etc.), eine Gesamtergebnisliste oder wenigstens nur nach Geschlechtern gibt es nicht.

l-mmAnfang September ging es dann zu einem alten Bekannten, dem Motorman Run in Neuenstadt. Hier hatten wir schon 2011 bei der Premiere als schwer gepanzertes TEAM ELITE für Aufsehen gesorgt, Zeit sich mal wieder blicken zu lassen. Die in zwei Runden zu laufende Strecke geht zum Teil durch die Stadt, wo auffällige Outfits bei den Zuschauern immer für Freude sorgen, in der zweiten Runde hatten wir sogar schon ein paar Fans. Das Wetter dieses Jahr meinte es deutlich besser mit uns als die Höllensonne der Premiere, die Doppelrundendistanz mit den teilweis schon fordernden Hindernissen ist aber definitiv kein Spaziergang! Das Angsthindernis des Laufes war schon vor 3 Jahren die extrem hohe Holzwand, dieses Jahr hatte der Veranstalter aber noch zwei machbarere Varianten daneben gepackt, denn wer nicht mehr ganz bei Kräften ist, kann von der hohen durchaus böse runterfallen, es ist wohl die höchste ihrer Art bei derartigen Events.

l-terraDer letzte grosse Lauf des Jahres war dann der Runterra Ende November bei Nürnberg, leider kollidierend mit dem Cross Deluxe / Strongest Firefighter, so dass wir dort unseren Ehrenpreis als letzte Bescheuertste im Ziel nicht verteidigen konnten. Runterra ist der “echte” Nachfolger des Wolfsman Run, der am Originalgelände und von den Originalorganisatoren des Wolfsman veranstaltet wird. Als Premierenteilnehmer des Wolfsman war eine Teilnahme damit natürlich Pflicht, und wir liefen wieder im vollen Dreierteam auf. Natürlich nahmen wir wieder die drei Runden Maximaldistanz, um auch wirklich den beworbenen “Lauf mit den meisten Hindernissen” zu erhalten. Die Highlights der Strecke waren vergleichbar mit denen des ersten Wolfsman, am anstrengensten natürlich wieder der Teil im Motocrossgelände wo Hindernisse, Bachläufe und Schlammberge sich gefühlt endlos aneinanderreihen. Definitiv eine gelungene Premiere, mit anschliessender Party im Zelt, auf der wir auch viele Mitglieder des Teams Muddy Fox wiedertrafen, mit dem wir in den 2015er Tough Guy starten werden.

l-bzm“Normale” Läufe gab es natürlich auch ein paar, ein paar Sport Scheck Stadtläufe, Winterlaufserien, München Marathon und sowas. Letzterer als Kompensation, da ich als Chief of Executive Timenehming des von mir vor zwei Jahren eigentlich nur als bescheuerten Spasslauf erfundenen Bestzeitmarathons zur Zeitumstellung diesmal nicht selber teilnehmen konnte. Wie war das passiert? Ich weiss es auch nicht, aber zwei Jahre, nach dem wir zu siebt durch den Schnee des Ostparks stapften, steht da plötzlich ein Startbogen, eine grosse leuchtende Uhr, extra aufgestellte Dixies und eine Reihe Pavillions im Ostpark, und volle 100 Läufer stehen bereit, um punkt Mitternacht in das Experiment Zeitsprung zu starten. Natürlich mit offizieller Genehmigung der Stadt München, bereitstehendem Rettungswagen, einer (fast) nach den Richtlinien des DLV vermessenen Strecke und eingeschaltetem Flutlicht des Theatrons. Unser Zeitsprungphilosoph Timekiller und Running Twin Henrik haben das Unglaubliche möglich gemacht, und zusammen mit mir und über zehn freiwilligen Helfern ein dermassen Balla Balla Event in den Ostpark gestellt, dass wir uns anhören mussten, das würde ja wie ein “echter” Lauf wirken – was haben wir falsch gemacht? Die strahlenden Gesichter der Finisher konnten es uns nicht verraten, und so wird es den BZM 2015 wieder geben, wo genau in München ist noch zu klären, aber die Zeit steht schon fest. Und dass man ziemlich Balla sein muss, da am 24.10. in die Nacht zu einem Marathon zu starten.

Zum Jahresabschluss habe ich dann noch kurz versucht, im Knastoutfit die Balla-Balla Idee beim Hamburger Sylvesterlauf hochzuhalten. Aber wie ich letztes Jahr schon feststellte, ist dort die Verkleidungsquote höher als bei vielen Faschingsläufen, dort echt als Balla aufzufallen, ist nicht so einfach. Immerhin: mal wieder ein Kostümpreis, der dort aber (sehr vernünftig, es geht ja um den Spass) an viele verliehen wird, die in originalen Outfits auflaufen. Um dennoch verrückt zu bleiben, habe ich punkt Mitternacht dann noch beim “laufen zu ungewöhnlichen Zeiten” beim Alsterrunning die erste Runde des Jahres gedreht. Normalerweise ein normaler Lauf rund um die Aussenalster, aber punkt Mitternacht ein echter Hindernislauf durch Pulks von feiernden Betrunkenen, die mit Raketen nach einem schiessen. Ich wählte daher einen feuerfesten Nomex Overall und es reichte immerhin noch für Platz zwei in der Gesamtwertung.

Und nun? Guter Vorsatz für’s neue Jahr (neben dem üblichen Schmonsens wie Abnehmen, Sport treiben, Bestzeiten verbessern und so): wieder mehr hier schreiben, und vor allem auch unsere Bildergalerie wieder anständig pflegen. Wir schleppen bei jedem Lauf 3-7 Kameras mit die Terabyteweise Daten ansammeln, kommen aber dann nicht dazu Sinnvolles auszuwählen und zu veröffentlichen, was wirklich schade ist. Mal sehen, ob wir das wieder besser schaffen!

Also, auf zum Tough Guy. Auch wenn die Vorzeichen bei mir eher schlecht stehen, das Knie zickt rum – so müssen Balla Doc und Big Balla die virtuelle Fahne hochhalten, wird schon schiefgehen, der Death Warrant ist schon unterschrieben!

 

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