Wednesday, January 16, 2019
 

Motorman 2012 – Wie man ein Balla wird

Neu: Galerie zum Lauf und GPS Track

Wie wird man ein Balla-balla? Indem man sich von einem erfahrenem Bekloppten zum Paarlauf verführen, bei 30° im Schatten in eine Elitemontour packen und an den Start des Motormanruns schleifen lässt. So geschah es meinem Laufkumpel „Sarge“, der bei seinem ersten offiziellen Lauf überhaupt am 8.9.2012 im schönen Neuenstadt am Kocher 10km nördlich von Heilbronn mit von der balla-balla-Partie war.

Im balla-balla-Outfit begrüßten ihn viele Matschlaufveteranen, die er noch nie zuvor gesehen hatte. So konnte er endlich live erleben, wie schön es sein kann, mal ganz gepflegt in unsere bekloppten Fußstapfen zu treten, ständig Aufsehen und Begeisterung auszulösen und immer wieder „alte Bekannte“ zu treffen. Meine beiden bisherigen Teamkameraden waren leider verhindert und so mussten wir die Fahne bzw. unsere Helme hochhalten, um eben als Paar schon nach einer 7-km-Runde balla-balla zu werden, was uns Altvorderen letztes Jahr erst nach zwei Runden geglückt war.

Wir waren schon sehr gespannt, ob das Orgateam vom TSV Neuenstadt für die gepfefferten Startgebühren von 75 € für uns beide für gerade mal 7 km ( und 59 € für spätentschlossene Einzelläufer) auch die Stauproblematik des letzten Jahres aus der Welt geschafft und bei den Hindernissen vielleicht noch ne Schippe draufgelegt hatte. Aus der Paarläufersicht müssen wir das voll bejahen, die Organisation, die Streckenführung und die Hindernisse waren dieses Mal super aufeinander abgestimmt:

  • Eindeutige Ankündigungen für die Läufer am Start und aufmerksame Ordner, die verirrte Läufer an Hand der verschieden farbigen Startnummer freundlich in die richtigen Startblöcke einwiesen.
  • Blockstart in 5 Blöcken beginnend bei den schnellen 14km Läufern, dann 14km Teams, dann 14km Einzelläufer, dann 7km Einzelläufer und am Schluss wir 7km-Paarläufer.
  • Viel Laufstrecke nach dem Start, so dass sich das Feld in die Länge ziehen konnte.
  • Zwei Kletterwände mit verschiedenen Höhen und je zwei Seilen, so dass parallel vier Läufer drüberkonnten und schwächere Kletterer nicht die stärkeren ausbremsen mussten.
  • Zwei- und einspurige Hindernisse weit hinten.
  • 3x Trinkwasser und 1x Verpflegung (Apfel und Banane) mit zahlreicher, gut eingespielter,   und superfreundlicher Tischbesatzung.
  • Mehr stadtnahe Streckenabschnitte, so dass Zuschauer und Läufer mehr voneinander hatten.
  • Dazu die professionelle Gepäckaufbewahrung und die warmen Duschen am Laufende.
  • Schöne T-Shirts und Medallien.

Das Beste von allem: Es gab viel mehr Drecklöcher als beim letzten Mal, so dass wir Matschläufer voll auf unser Kosten kamen. Sei es nun auf freiem Feld (3x) oder in der Bassinvariante (3x) – Willkommen im Dreck ! Neu-Balla Sarge konnte sein Glück schier kaum fassen und hat sich bei jeder Gelegenheit so konsequent in die braunen Fluten geworfen, dass ich als Alt-Balla echt zu tun hatte, ähnlich massive Matschfontänen zu erzeugen, was das Publikum jeweils mit großem Jubel quittierte.

Überhaupt waren die Zuschauer noch begeisterter drauf, als im letzten Jahr: Jeder Wasserplatscher wurde mit Applaus vergolten, so dass es immer mehr Spaß machte, wirklich alles zu geben. Auch die Läufer waren superkameradschaftlich drauf und zollten uns immer wieder Respekt, für unsere einsatzmäßige Ganzkörpervermummung bei sommerlichen Temperaturen.

Neben dem dreckigen Vergnügen gab es auch innovative Neuhindernisse, wie z.B. die kopfstehenden Schuttmulden, auf denen sonnenbeschirmte Trommler ein dröhnendes Getöse intonierten derweil wir ihre Klangkörper unterkrochen. Oder einen „benetzten Wohncontainer“ dessen Flachdach per Netz erklommen und wieder verlassen werden musste. Nur auf das letztjährige Schaumbad mussten wir leider verzichten – aber das hätte dem Anspruch „noch dreckiger“ denn auch zu sehr entgegengestanden.  Klassiker warteten dann nach dem dreifachen Containerschlammbad und dem mit Helm völlig gefahrlosen „Glockenspiel“ wieder beim Einlauf in Neuenstadt: Barrikade, Heuballenpyramide und endlich unser absolutes Funhindernis: Die gegenüber letztem Jahr mit noch erheblich mehr Bums versehene Wasserrutsche – ein feuchtfröhlicher Highspeedbadegenuss in euphorisch johlender Zuschauermenge – gigantisch!!!

Teamwork über alle Teamgrenzen hinweg konnten wir dann noch mal an den gefürchteten Kabeltrommeln erleben, bevor es dann überglücklich  Hand in Hand durchs  Ziel ging. Und dort war Stimmung pur, jede Menge euphorisches Läufervolk und ebensolche Zuschauer. Als herrlich kühles Abschlusshighlight gab es dann neben Medaille um den Hals, Wasser in den Hals auch noch Feuerwehrhochdruckwasser auf den Hals und alles was da noch so Dreckiges dranhing und am Ende sogar eine warme Dusche.

Alles in allem ein Wahnsinnspaß und eine Hindernisdichte, die ihresgleichen sucht!

Und ein Novize, der Lust auf mehr bekommen hat –Dreck, Wasser, Hindernisse, Einsatzoutfit, Spaß, Fun  und vor allem – total balla balla sein.

Sarge Balla – wir freuen uns auf dich, wo immer Matsch und Ballas in Zukunft zusammentreffen.

Vielen Dank an die vielen Helferinnen und Helfer, deren Begeisterung und Einsatzfreudigkeit so richtig mitgerissen hat.

Neuenstadt, wir kommen wieder.

 

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