Wednesday, January 16, 2019
 

3D Video zum Braveheart Battle

Es war ein ganzes Stück Arbeit, aber nun endlich online:

Das erste 3D Video zum Braveheart Battle
Sowie eine Galerie von 3D Standbildern

Nachdem wir Anfangs nicht sicher waren, ob das mit zwei so unabhängig an einem Helm montierten Kameras überhaupt nutzbare Ergebnisse gibt, waren wir vom Resultat dann durchaus positiv überrascht. Auch wenn sicher am Helmaufbau – zu dem wir bei Gelegenheit einen eigenen Artikel schreiben – sicherlich noch optimiert werden kann, wir wollen das auf jeden Fall dieses Jahr nochmal probieren!

Für alle, die wissen wollen, wie man aus 2 einigermassen paralell ausgerichteten Helmkameras ein 3D-Video erstellt – hier das „Making of Braveheart 3D“ von unserem eifrigen Video-Cutter Big Balla:

Am Anfang hatte wir 4 Videos in FullHD Auflösung, jeweils 2 der linken Helmkamera und 2 von der rechten (da die Kameras nach jeweils 4GB eine neue Datei anfangen). Um daraus echte 3D-Videos zu machen nutzten wir die Magix VideoDeluxePlus Version 11.

Magix VideoDeluxePlus 3D

1. Dateien laden
Zuerst wurden die ersten beiden Filme der linken und rechten Kamera in den Editor geladen und in untereinanderliegende Spuren (3+4,5+6) platziert. Die oberen beiden Spuren 1 und 2 bleiben leer, da sie bei der 3D-Produktion als Ausgabespuren dienen.

2. 3D-Bearbeitung aktivieren:
Damit man die Filmdateien zeitlich genau synchronisieren kann, muss man beide Kamerabilder gleichzeitig betrachten können. Daher ist es sinvoll schon jetzt, den 3D-Modus zu starten. Dazu werden bei zusammengehörigen Videos mit Shift-Klick ausgewählt und im Effekte-Browser der Eintrag „Stereo3D – Eigenschaften“ ausgewählt. Nun kann man bei Stereo3D-Erzeugen das Format „Stereo-3D-Paar (linkes Bild zuerst)“ auswählen. Fertig jetzt sieht man in der Videovorschau schon das Rot-Blau-Bild und kann die zugehörige Brille (rot links- blau rechts) aufsetzten. Genaugnommen ist das rechte Glas optimalerweise Cyan-farben, so dass sich aus der Überlagerung von Rot- und Cyan-Anteil wieder das gesamte Farbspektrum ergibt. Aber da es eben auf die beiden Augen verteilt wird und die Filter auch nicht optimal sind, leidet die Farbwahrnehmung doch deutlich. Einen 3D Effekt erzielt man allerdings auch mit Blau oder Grün.

Stereo 3D- Eigenscahft setzen

3. Videos zeitlich synchronisieren:
Jetzt kann man im Editor den Film soweit aufzoomen, dass man die Einzelbilder der beiden Spuren erkennen kann. Durch Verschieben der unteren Filmspur kann man die Videos jetzt grob so aufeinander ausrichten, dass die Vorschaubildchen in beiden Spuren die gleichen Bilder jeweils untereinander zeigen.
Tastet man sich mit den Pfeiltasten frameweise durch das Video, so sieht man bei schnellen Bewegungen besonders gut, ob beide Bilder – das rote und das blaue – die gleichen Bewegungen zeigen oder ob sie auseinanderlaufen. Jetzt muss man die untere Spur frameweise solange verschieben bis beide Bilder vollständig synchron sind. Ist das erreicht, so werden die beiden clips zu einer Gruppe zusammengefasst, wodurch sie sich nicht mehr gegeneinander verschieben lassen und somit die Synchronität auch beim Verschieben Der Clips erhalten bleibt.

4. Videoschnitt:
Nund kann der Film erstmal in seine Einzelszenen zerschnitten werden. Diese sollten aus den optischen Verhältnissen abgeleitet werden, damit man den sg. Nahpunkt, an dem sich linkes und rechtes Bild genau überlagern sollen, für jede Bildeinstellung einzeln setzten kann. Aber auch thematisch wird natürlich jetzt geschnitten, Unwichtiges aussortiert, interessante Szenen freigestellt und Übergänge eingebaut.

5. Räumliche Ausrichtung:

3D - Ausrichten

Jetzt fährt man den Zeitmarker in jede Szene auf die interesanteste Stelle, markiert das dort liegende Clip und drückt im Effektebrowser bei „Stereo3D – Ausrichtung“ den Button „automatisch“. Nun werden die beiden Bilder so gegeneinader verschoben gedreht und verzerrt, dass sich seine möglichst gute Passung der Bilder ergibt. Schaut man bei diesem Prozess auf das Vorschaubild, so sieht man wie das 3DBild durch diesen Prozess schärfer und räumlicher wird.

6. Titel überlagern:
Magix kann für 3D-Filme auch echte 3D-Titel erzeugen, die dann ebenfalls im Bild schweben und die Räumlichkeit nicht zu sehr stören. Diese können nun noch über das fertig geschnittene Material drübergelegt werden.

7. Film exportieren:

Exportformate

Nun kann der Film im gewünschten Zielformat ausgegeben werden. Neben dem Codec, der Auflösung und der Framerate, kann hier auch die Art der 3D-Ausgabe gewählt werden. Dafür stehen zur Auswahl:
– Anaglyph also rot-blau
– Side-by-Side (jeweils halbe und volle Breite)
– Wackelbild
– Übereinander
– 2d (ganz normal)
Wir haben bisher nur die Anaglyhp-Ausgabe verwendet und wählen daher diese.

8. Kontrolle des Films
Magix kann viel – macht aber auch viel Unsinn! Daher muss man das Ergebnis genau kontrollieren, ob sich nicht irgendwelche Fehler eingeschlichen haben. Mann muss dann im schlimmsten Fall noch mal neu rechnen. Hier eine kleine Liste an Fehlern, die in der Ausgabedatei gelandet sind:
– Zeitsychronität geht zeitweise verloren – üblicherweise bis zum nächsten Szenenwechsel.
– Falsche Szenenreihenfolge: Wenn der Zeitmarker mitten im Projekt steht, wird der Film manchmal ab diesem Zeitpunkt gerechnet und der Anfang hinten dragehängt.

verlustfreies Keyframeediting mit Machete

Letzteres kann man mit einem Keyframeeditor noch ausbügeln, wenn man mehrere Ausgabeversuche hat, wo der Fehler nicht an den gleiche Stellen auftritt. Mit einem solchen Programm ist es möglich, den Film verlustfrei in Einzelsegmente zu zerlegen und die verwendbaren Clips dann genauso verslustfrei wieder zu einem fehlerfreien Gesamtfilm zusammenzusetzten. Wir haben zu diesem Zweck das Programm „Machete“ verwendet.

 

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