Thursday, November 15, 2018
 

Der Battle 2011

Braveheart Battle 2011: Tough, Strong, Hard

Ganz unser erster derartiger Lauf war es zugegebenermaßen nicht. Bei der Kampfansage von 20km Streckenlänge hatten wir uns – allerdings erst nach der Anmeldung zum Battle – entschlossen, so was doch vorher mal etwas harmloser auszuprobieren. Und so waren wir bereits zu zweit und in leichterer Montur im September 2010 beim Cross De Luxe angetreten, damals bei für die Jahreszeit eher kühlen 9 Grad, aber uns wurde schon warm dabei. Immerhin – direkt ein Erfolg, unser Outfit aus schwarz/weiss gestreiften Gefängnisoveralls gewann direkt einen Kostümpreis, der uns einen weiteren Lauftermin für 2011 einbrachte…

Für den Braveheart rechneten wir mit eher noch kühleren Temperaturen, es wurde ja sogar schon Schnee gesichtet, so dass dem geplanten Overdressing in Form eines Tarnanzuges inklusive Schutzausstattung nichts im Wege stand. Dennoch hatten wir den Podcast von Thomas D. vor Augen, eine Aussage wie „das sind lauter Bekloppte hier, die ziehen Neoprenanzüge an, …“ gibt einem dann doch zu Denken. Gut, meistens kommt es anders, zweitens als man denkt. Am Tag des Battles meinte es das Wetter „gut“ mit uns und die strahlende Sonne bescherte uns Plusgrade im gut zweistelligen Bereich. Plötzlich war nicht mehr das fehlende Neopren unsere Sorge, sondern die Frage ob langweilige Sportklamotten nicht doch die klügere Wahl gewesen wären…

Andere Ballas
Andere Ballas
Die Stimmung vor dem Start war gut und ausgelassen. Und: während wir beim Cross De Luxe in Kostümierung eher zu den Außenseitern gehörten, waren wir hier ganz klar richtig. Das Balla Balla Spektrum umfasste Braveheartmässige Bemalung ebenso wie Männer im Krankenschwesternoutfit, einiges hatte man ja im Vorfeld auch schon auf der Teamspirit-Seite gesehen. Ich entschied mich noch für einen Besuch beim Taping-Spezialisten, da ich im Vorfeld bei längeren Trainingsläufen ab und an Knieprobleme bekommen hatte. Sein erster Kommentar zu unserem Outfit, wohl auf die Körperpanzerung bezogen: „Ihr wisst aber schon, dass man da auch schwimmen muss?“. Ich machte ihm klar, dass ich mich da ganz auf physikalische Grundprinzipien a la „Fett schwimmt oben“ verlassen würde, aber aufgrund der extra dazu angefutterten Masse mein Knie ein wenig Nachhilfe bräuchte. Also wurde da fachmännisch mit Tape verklebt – ob es letztendlich geholfen hat oder nicht ist schwer zu sagen, auf jeden Fall war das Knie im Lauf dann mein geringstes Problem…

Auftakt zum Battle
Kaum haben wir uns in der Startaufstellung eingefunden geht auch schon die Action los. Zwischen Dudelsackspieler und Pfarrer läuft Mr. Braveheart himself in die Arena ein und spricht ein paar einleitende Worte. Uns wird nochmal bewusst, auf was wir uns da eingelassen haben – aber bereuen es keine Sekunde. Mitten in einer Horde anderer Verrückter empfangen wir auf den Knien den Braveheart-Segen des Geistlichen, checken ein letztes mal unsere Brillenkameras und dann geht es auch schon los. Die Kameras waren eine Anschaffung in buchstäblich letzter Sekunde vor der Abfahrt – man sollte einfach nicht so viel in Ramschkatalogen blättern. Aber leicht, 10m Wasserdicht, so was musste einfach mit. Also unterwegs noch kurz im Elektronikgrossmarkt mitgenommen und über Nacht geladen, mal sehen was da raus kommt. In der Arena stockt es noch etwas an kleineren Hürden, dann entspannt sich das Feld erstmal in einer längeren Laufstrecke. Irgendwo da sollte auch der „Nebel des Grauens“ sein, dem hatte aber wohl der Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht, er war wie weggeblasen…

Alle Hindernisse hier zu beschreiben würde wohl etwas zu weit führen, der Streckenverlauf lässt sich ja auf der Homepage nachlesen. Ein paar Highlights sollen aber anhand der Aufnahmen unserer Kameras vorgestellt werden… Nach einem steilen Abstieg, dem Killing Hill (die wahre Bedeutung des Namens sollte uns auf dem Rückweg bewusst werden), geht es über den Hang Man. Dem Namen nach wohl eher zum Hangeln gedacht, entscheiden sich aber viele Läufer auch die Oberseite zu nutzen. In beiden Varianten ist Rücksicht geboten weder auf andere zu stürzen noch ihnen auf die Finger zu treten, aber bisher ist das Gelände nicht von Verletzten gesäumt, also mutig drüber – also fast, unser dritter Mann entschied sich hangelnd für ein Bad. Nach einer weiteren Laufstrecke kam die erste geplante Wasserdurchquerung, zwar eher Knie als Hüfttief, aber doch auch für den Rest von uns ein erster kühler Kontakt mit dem feuchten Nass. Direkt im Anschluss ein gar nicht auf der Karte verzeichnetes Hindernis: die Brücke des Teufels. Wie sich aus der Kameraperspektive erahnen lässt, habe ich dieser in dunkel-leuchtgelb markierten Betonecke mit meinem Schädel ordentlich gezeigt, wo der Hammer hängt.

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Etwas Benommen ging es weiter drunter und drüber, also über Holzleisten und unter Netzen durch, auch durch den Fluss ging es erneut. An späterer Stelle gab es netter weise die Burma-Brücke von Dünisch, ein wackliges Seilkonstrukt das zum Abrutschen einlud. Danach folgte eine absolute Frechheit: ein örtlicher Forstbetrieb hatte seinen Laster voller Baumstämme mitten auf der Laufstrecke stehen lassen, so dass alle drüber klettern mussten. Ich hoffe der hat nen Ticket bekommen! Kurz danach: ein steiler Abhang in eine Lehmgrube, da wurde es dann richtig schmutzig…

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Eine weitere Unverschämtheit bot sich wenig später: ein Reifenhändler hatte offenbar seinen kompletten Bestand an Altreifen in die Landschaft gekippt um sich die ordnungsgemässe Entsorgung zu sparen. Ein eher kraftraubender Balanceakt, der leider in einem langsamen Stau endete. Hier ging es grob eine Viertelstunde kaum vorwärts, ein Risiko das man bei solchen Teilnehmerzahlen wohl nie ganz vermeiden kann, aber wir hoffen es wurde daraus gelernt. Der Grund waren 4 Reifenröhren – einfach zu wenig für diese Läufermenge. Schlimmer wurde es nur noch an einer kleinen Brücke aus moosbewachsenen Baumstämmen über ein Bächlein, hier ging es nur einzeln durch und irgendwann verkündete der Streckenposten, man könne auch aussenrum laufen. Die ersten versuchten es, doch ein grosser Sprechchor der wartenden Masse machte klar, dass das nur für „Pussies“ in Frage kommt. Wir hatten ohnehin schon lange gestanden, also ging es auch konsequent durch. Wir waren schliesslich nicht für die Uhr sondern für den Spass hier.

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Mitten im Innov-8 Valley, für das wir uns natürlich extra den empfohlenen Schuh besorgt hatten, dann die böseste Überraschung. Geisterläufer, also solche, die einfach in der falschen Richtung liefen. Sollten wirklich einige bereits den noch weit entfernten Michelsberg bezwungen und so weit zurückgelaufen sein? Wir beruhigten uns mit der Annahme, dass wir ja schon beim Start und auch in den Staus einige Zeit verloren hatten. Dafür lagen einige echte Highlights noch vor uns: ein weiteres Kriechhindernis, aber diesmal elektrisch geladen. Einer von uns konnte es nicht lassen, und kann bestätigen: das war kein Scherz. So richtig nachgeladen ging es dann über brennendes und nicht brennendes Holz sowie weitere Wegblockaden, bis es schliesslich richtig nass wurde. Loch Ness. Von Ungeheuern keine Spur, und wir erkannten sofort auch warum: das Wasser war einfach viel zu kalt, da bleibt kein Ungeheuer freiwillig. Aber wir mussten durch und zwar schwimmend. Von der Tauchstelle war zwar als wir ankamen nicht mehr viel übrig, aber dennoch ein nasses Highlight, das neben der wirklich tiefen Stelle später auch noch längere hüfthohe Passagen bot…

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An dieser Stelle enden die Akkus unserer Kameras, aber es ist auch kurz vor der Hälfte. Es folgten noch ein kraftraubender Aufstieg auf den Michelsberg, auf dem es nochmal richtig rund ging. Es fehlte langsam an der Energie, das schön aufgebaute Kletterhindernis oder die berühmten Erdlöcher richtig zu geniessen, aber die Stimmung auf dem Berg war klasse und das Wissen, nun endlich die Hälfte geschafft zu haben, gab Motivation für den Rückweg. Hier waren die meisten Hindernisse nochmal zu bewältigen, nachdem wir uns langsam auch zum Ende des Feldes durchgekämpft hatten auch ohne Gegenverkehr und Staus, es gab aber auch noch ein paar neue Passagen. Auf die GPS-Uhr blickend und das Ziel quasi vor Augen habend konnte man dabei eines allerdings leicht vergessen: den Killing Hill. Der stellte sich den Läufern, durch perspektivische und psychologische Verzerrung auf die doppelte Höhe angewachsen, nun in Aufwärtsrichtung in den Weg, und kostete wirklich den letzten Rest an noch vorhandener Energie.

Allein das Wissen, dass es danach quasi nur noch gerade aus gehen würde, trieb uns hinauf. Kein Klettern, Hangeln oder Schwimmen mehr, bis es endlich wieder in die Braveheart Arena geht. Erschöpft laufen wir über die Ziellinie, Medaille um den Hals, Interview mit RTL (das es zum Glück nicht in die Sendung schaffte), fertig. Also, Fix und… Getränke, irgendwo muss es doch Getränke geben, dann erstmal Pommes, die verlorenen Kalorien müssen ja wieder her. Irgendwann gelang es uns auch, ganz ohne Mobiltelefon, also quasi wie es die Steinzeitmenschen gemacht haben, unsere nicht mitlaufenden Begleiter wieder zu finden, die uns an einigen Hindernissen angefeuert und auch einige Fotos gemacht haben. Eine Auswahl der Bilder (nicht nur von uns, sondern auch anderen Bekloppten und dem Event an sich) haben wir in unsere Galerie gestellt…

 

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